| Klassifikationen
national / fächerübergreifend
RVK GHB GBV
ASB UDK Eppelsh.
fachspezifisch
Medizin
national / fächerübergreifend
Regensburger
Verbundklassifikation (RVK)
Die Systematik wurde zuerst an der UB Regensburg erarbeitet und findet inzwischen in zahlreichen
Bibliotheken des deutschsprachigen Raumes Anwendung.
Aufgrund dieser Systematik werden den einzelnen Medien sogenannte
Systemstellen zugeordnet, die dann den zentralen Bestandteil der Signatur
bilden.
GHB-Systematik
(NRW)
Die vorliegende Aufstellungssystematik ist zunächst
bestimmt für den Verarbeitungsverbund, den die fünf Gesamthochschulbibliotheken
(GHBB) Nordrhein-Westfalens, heute Universitätsbibliotheken, in Duisburg,
Essen, Paderborn, Siegen und Wuppertal mit dem Hochschulbibliothekszentrum
(HBZ) des Landes in Köln eingegangen sind (1972/73).
Basisklassifikation
GBV
Allgemeine
Systematik für öffentliche Bibliotheken (ASB)
UDK (UDC, Universale Dezimalklassifikation)
Die Internationale Universale Dezimalklassifikation (abgekürzt
DK) ist eine nach dem Prinzip der Dezimalzahlen gegliederte Zehnerklassifikation.
Ihre Ziffern besitzen die Wertigkeit der bei Dezimalbrüchen hinter
einem jeweils zu denkendem 0,… [Null Komma] stehenden Zahlen. Dieser Aufbau bietet die Möglichkeit, eine gegebene Zahl durch Anhängen beliebig vieler Ziffern zu unterteilen, ohne dass die zur Ausgangszahl stellengleiche nächst höhere Zahl erreicht wird. Die DK ist also unbegrenzt ausbaufähig.
Die Zahlenzeichen 0 bis 9 des dekadischen Systems sind unabhängig von Sprache und Schrift in jedem Land verständlich. Dies ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für den internationalen Gebrauch der DK.
Methode
Eppelsheimer
Eppelsheimer war in den 1920er Jahren Bibliothekar in
der Mainzer Stadtbibliothek. Dort entwickelte er zwischen 1919 und 1927
zusammen mit seinen Mitarbeitern die sogenannte Methode Eppelsheimer,
eine pragmatische Methode zum Aufbau von Bibliothekskatalogen, auf deren
Grundlage der Mainzer Sachkatalog entstand. Dabei wurde eine Kombination
von systematischem Sachkatalog und verbaler Sacherschließung über
freie Schlagwörter realisiert, von Eppelsheimer als „Königsweg“
der sachlichen Erschließung apostrophiert.
fachspezifisch
Medizin
ATC/DDD ICD ICF LOINC MeSH OPS UMDNS
Diagnosen - ICD
Die
internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD) dient der Verschlüsselung
von Diagnosen. In Deutschland werden zwei deutschsprachige Ausgaben angewendet,
die ICD-10-WHO zur Mortalitätsverschlüsselung und die ICD-10-GM
zur Verschlüsselung von Diagnosen in der ambulanten und stationären
Versorgung. Eine Spezialausgabe für Tumorerkrankungen ist die ICD-O.
Prozeduren
- OPS
Mit
dem Operationen- und Prozedurenschlüssel (OPS) werden Operationen
und andere medizinische Prozeduren in der stationären Versorgung
und im Bereich ambulantes Operieren verschlüsselt.
Funktionsfähigkeit,
Behinderung und Gesundheit – ICF
Die internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung
und Gesundheit (ICF) der WHO beschreibt gemeinsam mit der ICD den Gesundheitszustand.
Medizinprodukte
– UMDNS
Das Universal Medical Device Nomenclature System (UMDNS) dient der Verschlüsselung
von Medizinprodukten.
Medical
Subject Headings – MeSH
MeSH ist ein Thesaurus von Schlagwörtern aus der Medizin zur Katalogisierung
von Buch– und Medienbeständen und zur Indexierung von Datenbankbeständen
(Medline).
Laboruntersuchungen
und Befunde - LOINC
Logical Observation Identifiers Names and Codes (LOINC) dient v.a. der
Verschlüsselung im Laborbereich.
Arzneimittel
- ATC/DDD
Die Anatomisch-Therapeutisch-Chemische Klassifikation (ATC) gruppiert
Wirkstoffe nach Wirkort und Eigenschaften. DDD ist die definierte Tagesdosis.
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